Wie hat Corona die Logistikbranche beeinflusst?

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Die Corona-Krise hat im Jahr 2020 die Weltwirtschaft voll im Griff. Neben der Luftfahrt und dem Tourismus ist auch die Logistik eine Branche, welche stark von der Corona-Pandemie beeinträchtigt wird.

Auch wenn aus heutiger Sicht die Lieferung grundlegender Waren und Produkte noch sichergestellt ist, wird vor den Folgen gewarnt. Es wird darauf hingewiesen, dass durch den Virus in ganz Europa der Verkehr teilweise zum Erliegen gekommen ist und sich die Lieferung verschiedener Güter verzögern kann. Es muss ein Stillstand um jeden Preis verhindert werden. Das Bundesverkehrsministerium kümmert sich demnach um die Belange von Fluggesellschaften, Bahn, Logistik-Verbänden und einzelnen Unternehmen, um die Verkehrswirtschaft und die Logistik am Laufen zu halten. Denn die Logistik-Unternehmen und Speditionen handeln schließlich im Hintergrund. Ein Shutdown dieser Branchen würde gravierende Folgen mit sich ziehen. Um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten und somit wichtige Unternehmen wie Supermärkte oder Apotheken zu beliefern bedarf es einer starken Transportbranche.

Durch einen Corona-Befall im Unternehmen kann es schnell zu Ausfällen bestimmter Abteilungen kommen, da jeder im Normalfall direkt in die 14 Tätige Quarantäne sollte. Zudem sind die geschlossenen Binnengrenzen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums ein weiteres Problem, welches die Versorgung gefährdet oder zumindest erschwert. An einigen Grenzen dauern außerdem die Kontrollen sehr lange wodurch LKWs oft stark verzögert weitergelassen werden. Bis zu 15 Stunden Wartezeit für LKWs, die von Polen nach Deutschland wollen. Kilometerlange Staus wegen geschlossener Grenze zu Ungarn in Nickelsdorf und in die Höhe schnellende Preise für den Transport von Gütern per Luftfracht.

Hinzu kommt, dass aktuell die passende Infrastruktur für die Mitarbeiter der Spedition und Logistik fehlt. Dies reicht von den Sanitäranlagen auf der Autobahn bis zu den Unterkünften am Zielort. Oftmals ist es bereits eine Herausforderung, nach der Ankunft am Abend etwas Warmes zu essen zu finden. Es bedarf schneller und effektiver Lösungen, um die Logistik sicherzustellen, um so Engpässe zu verhindern. Schließlich sind es gerade die LKW-Fahrer und Mitarbeiter der Speditionen, die die Grundversorgung in Deutschland weitgehend sicherstellen.

Ein weiterer Punkt ist die Auswirkung des Virus auf die Schifffahrt. Zunächst brach das Virus in China aus, woraufhin viele chinesische Unternehmen geschlossen wurden. Lieferketten wurden dadurch gestört, da die erwarteten Frachter aus China ausblieben. Weil die Schiffe jedoch ca. einen Monat von dort bis nach Deutschland brauchen, kommen die Ausfälle erst mit einer Verzögerung hierzulande an.

Darüber hinaus zeigt die Corona-Krise jedoch auch die Bedeutung der Logistik. Ganz gleich, ob es um die Online-Bestellung oder die Versorgung der Supermärkte mit Lebensmitteln geht – die Wirtschaft wird von den Speditionen auch in dieser Krise am Laufen gehalten. Der Online-Handel boomt – auch und gerade in Zeiten von Corona. Die gesamte Logistik bekommt nun ihre verdiente Wertschätzung, die in der Vergangenheit nur selten geschätzt wurde.

Derzeit leiden viele Unternehmen darunter, dass die Lieferketten an logistischen Knotenpunkten wie Häfen oder Flughäfen unterbrochen werden. Ein Vorbild könnten sich Unternehmen in Zukunft an pharmazeutischen Lieferketten nehmen, die in der Regel bei Lieferausfällen genug Alternativen aufweisen können. Hinzu kommt, dass die Auswirkungen der Krise kaum jemand vorhersagen oder in sein Risikomanagement miteinbeziehen konnte, da ein derartiges Ereignis schlicht noch nie da gewesen war. 

Quellen:

https://fincompare.de/auswirkungen-corona-spedition-logistik

https://dispo.cc/a/warum-in-der-logistik-nach-corona-nichts-mehr-so-sein-wird-wie-zuvor

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