Verpackung

Die Verpackungswahl ist gar nicht so einfach. Es muss auf einiges geachtet werden und man sollte hier nicht zwingend sparen. Verbraucher haben das Bedürfnis nach Individualität und der Wettbewerb drängt zur steigenden Abgrenzung.

Ihr wird eine multifunktionale Rolle zugeteilt, welche bei dem Schaffen eines Mehrwertes beginnt und über die Herstellung eines hochwertigen, individuellen Eindrucks bis zur Unterstreichung wichtiger Produkteigenschaften geht.

Dies gilt sowohl für Produkt- als auch Versandverpackungen, weshalb es umso wichtiger ist, sich vor dem Start, Gedanken um das Design der Verpackung zu machen.

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Es gibt 5 Grundlegende Aspekte die beim Packaging beachtet werden sollten.

  1. Das Design ist wichtiger als man vielleicht auf Anhieb erwartet. Längst erfüllen Verpackungen nicht mehr bloß die Aufgabe, das enthaltene Produkt für den Transportweg zu schützen. Heutzutage gibt es etliche Unboxing-Videos und Packaging-Hypes. Wer hier nicht mit aufspringt lässt sich einiges an Marketing entgehen. Sie sind in ihrer Funktion zum unmittelbaren Teil des Produktes erweitert worden, runden es ab und unterstreichen somit seine Eigenschaften. Die damit einhergehenden Marketingeffekte lassen sich mit Branding, Kundenbegeisterung bzw. -engagement sowie Kundenbindung klar benennen und messen. Hinsichtlich der Gestaltung sollte dennoch zunächst die wichtigste Frage gestellt werden: welche primäre Funktion soll die Verpackung erfüllen? Soll das Produkt nur sicher von A nach B gelangen oder ein Lebensmittel schützen? Ein Unboxing-Erlebnis schaffen oder doch bestimmte Eigenschaften des Produktes unterstreichen wie zum Beispiel Recycling und Naturschutz? Nach dieser ersten Beantwortung können bereits einige Verpackungshersteller ausgeschlossen werden und andere gelangen in die nähere Auswahl. Je nach Rangfolge der nächste Aspekte, kommen dann einige Hersteller bzw. Händler mehr oder weniger infrage.
  2. Verschiedene Produkte bedingen verschiedenste Anforderungen in Sachen Produktschutz und Hygiene. Sie sind das A und O. Denn wenn das Produkt nicht sicher bei dem Verbraucher ankommt, werden keine Gewinne generiert werden können. Zudem wird die Kundenbindung nicht gerade gefördert und nur Retouren verlangt, was wieder Kosten mit sich trägt. Besondere Anforderungen sind bei Lebensmitteln zu beachten. Der wichtigste Aspekt in diesem Kontext ist die Frage, ob die gewählte Verpackung lebensmitteltauglich ist oder nicht. Denn weil sie die verpackten Lebensmittel in den Verkehr bringen, sind Sie im Zuge der Produktverantwortung für die Sicherheit und die Qualität dieser verantwortlich und müssen diese gewährleisten können. Entsprechend sollte der Aspekt für den Fall, dass Sie Lebensmittel vertreiben, an erster Stelle bei der Wahl Ihres Packmittels stehen und zweifelsfrei mit dem Verpackungshändler oder -hersteller geklärt werden.
  3. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Verpackung sollte das Siegel Es ist so wichtig, da das aufgedruckte Siegel der Kundenkommunikation, Vertrauensbildung und Unterstreichung der eigenen Unternehmenswerte beiträgt. Bei Versandverpackungen aus Papier gibt es Siegel, die nachvollziehbar machen, woher das verwendete Holz stammt, wie es angebaut wurde und wofür es verwendet wird. Besonders in der aktuellen Zeit, wo vermehrt Fokus auf Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit von Verpackungen gelegt wird. Mit Siegeln, welche belegen wie gut eine Verpackung recycelbar ist, erhält der Verbraucher eine Orientierungshilfe und als Unternehmen haben Sie die Möglichkeit, Ihr Engagement zu kommunizieren.
  4. Seit Anfang 2019 gilt in Deutschland das Verpackungsgesetz. Es fordert von jedem Unternehmer, der sogenannte Verkaufsverpackungen befüllt und in Verkehr bringt, eine entgeltliche Lizenzierung seiner Verpackungen. Bei Verkaufsverpackungen handelt es sich um solche Verpackungen, die für den privaten Endverbraucher bestimmt sind und bei diesem als Abfall anfallen. Sie als Unternehmer sind verpflichtet, alle Verpackungsmaterialien, die Sie an den privaten Endverbraucher übergeben, zu lizenzieren. Neben z.B. handelsüblichen Versandkartons zählen auch Polster-und Füllmaterialien (wie Luftpolsterfolie, Klebeband, Styropor, etc.) dazu. Diese Lizenzierung erfolgt bei einem von acht Systemen. Mit den von unseren Kunden geleisteten Lizenzentgelten organisieren wir den gesamten Entsorgungs- und Verwertungsprozess der Verpackungen, sobald diese vom Endverbraucher entsorgt wurden. Somit zahlen Ihre Lizenzentgelte unmittelbar auf eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ein und Sie kommen Ihrer Produktverantwortung nach, ganz so, wie es das Gesetz fordert. Bleibt die Erfüllung der Pflichten aus, können Sanktionen wie Abmahnungen, Geldbußen bis 200.000 EUR sowie Verkaufsverbote drohen.
  5. Last but not least: Die Nachhaltigkeit. Dies wird von Jahr zu Jahr immer wichtiger. nicht nur angesichts der stetig wachsenden Berge an Verpackungsabfällen, die in Deutschland Jahr für Jahr anfallen. Gleichzeitig ist besonders im Lebensmittel und Onlinehandel klar, dass ein kompletter Verzicht auf Verpackungen nicht möglich ist. Dennoch besteht hier noch reichlich Luft nach oben.
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Hier noch einige Tipps und Ideen wie sie einen Unterschied bewirken können:

Für Versandverpackungen sollte etwas genutzt werden, was mehrfach nutzbar ist, beispielsweise durch Klebestreifen, welche direkt vom Endverbraucher als Retoure benutzt werden können. Außerdem sollte es effizient verpackt sein, sodass der verfügbare Platz bestmöglich genutzt wird.

Für Produkt- und Versandverpackungen sollte auf die Recyclingfähigkeit der Verpackung geachtet werden. Hierbei ist wichtig, ob der Verbraucher die Verpackung dem richtigen Abfallsammelbehälter zuordnen kann. Außerdem sollte klar sein, wie gut man die Verpackung bezüglich ihrer Beschaffenheit von Oberfläche oder Form sortiert wird. Zuletzt ist wichtig, ob die Verpackung für die Aufbereitung von Sekundaärrohstoffen oder für eine werkstoffliche Verwertung geeignet ist.

Quellen:

 https://www.lizenzero.de/blog/5-dinge-die-gruender-bei-der-wahl-ihrer-verpackung-beachten-sollten/

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